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28.04.2018

Baustellen stoppen Züge in Ostwestfalen-Lippe

13.04.2018

Kaum ein Zug am Wochenende

26.03.2018

Streckensperrung zwischen Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede

20.03.2018

Osnabrücks erste Mobilitätsstation ist der Bahnhof Sutthausen

12.03.2018

Nordwestbahn schwächelt auf Linien im Raum Osnabrück

07.03.2018

Einschränkungen auf dem Haller Willem

07.03.2018

Gehäufte Zugausfälle beim Haller Willem - Gutes Image trotz Grippewelle bewahren

28.02.2018

Haller Willem: Frühere Zügen an Sonntagen und mehr späte Zügen an Werktagen gefordert

16.02.2018

Unterstützung vom neuen Bahnhofsmanager für Os-Bahn-Projekte

14.02.2018

Osning-Bahn streicht alle Ausflugsfahrten

12.02.2018

Der Osning-Bahn droht die Pleite

25.01.2018

Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

18.01.2018

Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

15.01.2018

Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

11.01.2018

Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

06.01.2018

Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


28.04.2018
Bericht:
NW


Baustellen stoppen Züge in Ostwestfalen-Lippe

Ab Juni gibt es Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Betroffen sind täglich rund 10.000 Fahrgäste. Die Verkehrsbetriebe schnüren ein Maßnahmenpaket, großes Chaos befürchten sie allerdings nicht

Bielefeld - Bahnfahrern drohen turbulente Zeiten: Am 16. Juni beginnt die Deutsche Bahn mit der Sanierung dreier Eisenbahnbrcken in Bielefeld. Die erste Bauphase dauert bis Mitte März 2019, anschließend startet bis Oktober 2019 Bauphase zwei. „Auswirkungen auf den Zugverkehr sind unvermeidbar", erklärt Stefan Honerkamp vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Großes Chaos befürchtet Honerkamp aber nicht: Gemeinsam mit der Nordwestbahn und der Eurobahn schnürt der NWL ein umfassendes Maßnahmenpaket. „Möglichst wenig Zeitverlust, der Erhalt des gewohnten Taktangebots und ein barrierefreier Reiseweg haben bei unseren Ersatzkonzepten Priorität", sagt Honerkamp. Vier Linien sind von Streckensperrungen betroffen. Dort wird es zu längeren Fahrzeiten, Schienenersatzverkehr und Umstiegen kommen.

Erläutern die Folgen der Bauarbeiten: Rolf Erfurt (v. l.), Achim Oberwöhrmeier, Stefan Honerkamp und Marcus Klugmann im alten Rathaus in Bielefeld. Foto: Sarah JonekSennebahn

Die Regionalbahn (RB) 74 von Bielefeld nach Paderborn startet und endet im Bahnhof Brackwede. Die Zugausfälle zwischen dem Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede werden durch Busse abgedeckt. Da der Bahnhof Sennestadt barrierefrei ist und verkehrsgünstig liegt, wird dort der Ersatzverkehr vom Bielefelder Hauptbahnhof angebunden. Die Umstiegszeit soll sechs bis sieben Minuten betragen. Da auf der Sennebahn viele Studierende zur Universität und der FH Bielefeld unterwegs sind, richten die Verkehrsbetriebe spezielle Unibusse ein. Diese fahren während der Vorlesungszeit von montags bis freitags im Halbstundentakt ohne Zwischenstopp zur Universität. Die Fahrtzeit beträgt 20 Minuten.

Haller Willem

Die RB 75 zwischen Osnabrück, Halle und Bielefeld startet und endet ebenfalls im Bahnhof Brackwede. Der Übergang zum Ersatzverkehr vom Hauptbahnhof Bielefeld erfolgt – ebenfalls wegen der Barrierefreiheit – am Bahnhof in Bielefeld Quelle. Die Fahrt mit dem Bus dauert etwa acht bis neun Minuten länger als mit der RB 75.

Der Leineweber

Die größten Einschränkungen gibt es auf der Strecke zwischen Lage und Bielefeld. Dort entfällt der Regionalexpress (RE) 82 komplett. Zwischen Detmold, Altenbeken und Lage wird er planmäßig gefahren. Zu den Stoßzeiten am Vor- und Nachmittag fahren Pendelbusse zwischen Lage, Oerlinghausen Bahnhof und der Bielefelder Stadtbahnhaltestelle Sieker. Den ganzen Tag über fahren Schnellbusse auf der Strecke zwischen Detmold Bahnhof, Oerlinghausen Marktplatz und Stadtbahnhaltestelle Sieker. Alternativ können Pendler vom Bielefelder Hauptbahnhof auch die RB 61 Richtung Herford nehmen und dort in die RB 72 nach Paderborn umsteigen.

Der Lipperländer

Reisende zwischen Bielefeld Hauptbahnhof, Lage und Lemgo-Lüttfeld können weiterhin die RB 73 nutzen. Diese fährt während der Baustellenzeit mit erhöhtem Sitzplatzangebot in gewohnter Taktung, der Fahrplan verschiebt sich zehn Minuten nach hinten. Zwei Fahrten am Morgen werden entfallen (6.39 Uhr ab Bielefeld und 7.28 Uhr ab Lemgo-Lüttfeld). Schüler des Lüttfeld-Berufskollegs können ab 6.20 Uhr einen Pendelbus zwischen Lage und Lemgo nutzen.

Viele Linien gar nicht betroffen

Die Zuglinien RE 6, RB 67 und RB 69 fahren weiterhin wie gewohnt zwischen Bielefeld und Gütersloh. Auch der Zugverkehr Richtung Minden sowie der Fernverkehr ist nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt. Von den Streckensperrungen sind täglich rund 10.000 Fahrgäste betroffen. Aus Erfahrung rechnet die Deutsche Bahn damit, dass die Reisenden etwa eine Woche brauchen, bis alle Veränderungen verinnerlicht sind und der Ersatzverkehr reibungslos läuft.

Die Verkehrsbetriebe informieren rund um die Uhr im Internet unter www.baustellenfahrplan-owl.de und richten eine kostenlose Hotline ein. Der zweite Bauabschnitt beginnt im Herbst 2019 und wird wohl weitere Beeinträchtigungen mit sich bringen.

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13.04.2018
Bericht:
WB


Kaum ein Zug am Wochenende

Eine Ausflugstour mit dem Zug ins Grüne? Fahrgäste auf der Halle (WB/kg). Auf den Bus umsteigen müssen kommendes Wochenende die allermeisten Fahrgäste des »Haller Willem«: Mit wenigen Ausnahmen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden am Samstag und Sonntag, 14./15. April, verkehrt ganztägig kein Zug auf der Nordwestbahn-Linie RB 75.

Grund für die Einschränkungen, die an diesem Wochenende noch stärker sind als in den vergangenen Wochen, sind immer noch die Bauarbeiten der DB Netz AG zwischen Bielefeld und Brackwede. Der Streckenabschnitt ist für die Züge der Nordwestbahn gesperrt. Das Bahnunternehmen richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Achtung Ausflügler, die per Fahrrad unterwegs sind: Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hbf nutzen Reisende nach Bielefeld Hbf die von der Nordwestbahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle.

Dieser Halt ist im Gegensatz zu Brackwede barrierefrei. Damit ist für Fahrgäste mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen ein problemloser Umstieg in die Busse möglich, die mit Zwischenhalt an der Haltestelle »Quelle Albertstraße« direkt nach Bielefeld Hbf fahren.

Früherer Start in Osnabrück

In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hbf und fahren ebenfalls mit Zwischenhalt in »Quelle Albertstraße« direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hbf erfolgt. Die Nordwestbahn weist darauf hin, dass ein Umstieg zwischen Zug und Bus ausschließlich in Quelle erfolgen kann.

Gleichzeitig kommt es auf dem Abschnitt Osnabrück Hbf und Osnabrück-Sutthausen in der Zeit vom 14. bis 29. April an den Wochenenden zu angepassten Fahrzeiten. Einige Züge verlassen Osnabrück Hbf dann wenige Minuten früher. Ab Osnabrück-Sutthausen und auch in der Gegenrichtung Osnabrück – Bielefeld verkehren die Züge planmäßig.

Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten finden Reisende in den Zügen der Nordwestbahn, den Reisezentren und -agenturen und auf der Website
www.nordwestbahn.de/de/baustellen.

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26.03.2018
Bericht:
NW


Streckensperrung zwischen Bielefelder Hauptbahnhof und Brackwede

Bielefeld - Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Bielefeld und Brackwede kommt es auf der Nord-West-Bahn-Linie RB 75 „Haller Willem" vom 31. März bis 8. April an den Wochenenden zu Einschränkungen.

Die Nord-West-Bahn richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Die Züge des Haller Willem können an beiden betroffenen Wochenenden am Samstag und Sonntag mit wenigen Ausnahmen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden ganztägig nicht zwischen Brackwede und Bielefeld Hauptbahnhof verkehren.

Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hauptbahnhof nutzen Reisende nach Bielefeld Hauptbahnhof die von der Nord-West-Bahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle. Dieser Halt ist im Gegensatz zu Brackwede barrierefrei.

Problemloser Umstieg in Busse

Damit ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ein problemloser Umstieg in die Busse möglich, die mit Zwischenhalt an der Haltestelle „Quelle Albertstraße" direkt nach Bielefeld Hauptbahnhof fahren. In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hauptbahnhof und fahren ebenfalls mit Zwischenhalt in „Quelle Albertstraße" direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hauptbahnhof erfolgt.

Die Nord-West-Bahn weist darauf hin, dass ein Umstieg zwischen Zug und Bus ausschließlich in Quelle erfolgen kann. Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten finden Reisende in den Zügen der Nord-West-Bahn, den Reisezentren und -agenturen und hier.

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20.03.2018
Bericht:
Hasepost


Osnabrücks erste Mobilitätsstation ist der Bahnhof Sutthausen

Zukünftig wird es in Osnabrück zahlreiche „Mobilitätsstationen“ geben. Erstmals imᅠHerbst 2015, dann deutlich konkreter vor knapp einem Jahr, präsentierten Stadtverwaltung und Stadtwerke, in welche Richtung der ÖPNV in Zukunft gehen soll. Am Bahnhof Sutthausen zeigt sich jetzt, wie in Zukunft die Verkehrsträger in der Hasestadt miteinander vernetzt werden.

Eine Mobilitätsstation ist ein Ort, an dem verschiedene Verkehrsträger zusammenkommen. In der simpelsten Form, wäre dies eine Bushaltestelle, an der es besondere Abstellanlagen für Fahrräder gibt, damit das Umsteigen vom Zweirad zum Bus (und umgekehrt) einfach wird man könnte auch sagen: „Park & Ride“.

Am neugestalteten Bahnhofsvorplatz Sutthausen ist jedoch mehr möglich, hier steigt der Reisende aus dem Zug aus und schwingt sich aufs Fahrrad. Wer mag, kann auch sein Auto auf einen der 33 Parkplätze stellen und mit dem Bus weiter in die Stadt fahren. Und wer ein Elektroauto hat, kann es hier während des Parkvorgangs an einer Ladesäule aufladen. Fahrräder werden zukünftig ihren Platz in verschliessbaren Abstellboxen finden und für Lastenräder gibt es einen gesonderten Bügel, an die sie angeschlossen werden können.

Ein „Tor nach Osnabrück“

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert eröffnete zusammen mit Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes und Jürgen Schmidt vom Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen am Dienstag den neuen Bahnhofsvorplatz, an dem neun Monate gearbeitet worden war. Der Oberbürgermeister betonte in einer kurzen Ansprache, dass in Sutthausen mehr entstanden sei, als nur ein umgestalteter Bahnhofsvorplatz, Sutthausen ist nun ein „Tor nach Osnabrück“, das die Menschen aus Sutthausen, aber auch aus den angrenzenden Umlandgemeinden einlädt, „die letzte Meile“ mit dem Bus oder dem Haller Willem bis in die Innenstadt zu fahren.

Gut erreichbar mit allen Verkehrsmitteln

Der Bahnhalt am Haller Willem ist nun mit Zug, Fahrrad, Bus oder Auto gut zu erreichen. Bislang fehlten die Parkplätze. Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden insgesamt 33 Park-and-Ride-Stellplätze angelegt, sowie neun an der Straße „Am Sutthauser Bahnhof“.

Die Bushaltestellen sind ebenfalls verändert worden, außerdem gibt es eine neue Betriebshaltestelle mit Buswende. Auch die Beleuchtung ist nun auf dem neuesten Stand der Technik und die Buswartehäuschen wurden von dem heimischen Künstler Volker-Johannes Trieb gestaltet. Die stadtauswärtige Bushaltestelle wurde geändert und für die Länge eines extralangen BusPlus ausgelegt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 1,6 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt beträgt circa 1,2 Millionen Euro, der Anteil der Stadtwerke circa 0,4 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wird in Teilen mit Mitteln der Landesnahverkehrsgesellschaft gefördert.

Schon bald auch Elektrobusse

Noch in diesem Jahr, das erläuterte Jürgen Schmidt, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen, werden noch zwei weitere Mobilitätsstationen eröffnet, jeweils an den Endhaltestellen der zum Jahresende auf Elektrobetrieb umgestellten Linie 41, in Haste und in Düstrup. Dr. Rolfes ergänzte für die Stadtwerke, dass auch für Sutthausen eine Elektrifizierung geplant sei. In der zweiten oder dritten Beschaffungswelle für E-Busse, wird dann auch hier die Möglichkeit eingerichtet, dass hier endende Busse an einem kurzen Stück Oberleitung per Stromabnehmer ihre Akkus nachladen.

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12.03.2018
Bericht:
NOZ


Nordwestbahn schwächelt auf Linien im Raum Osnabrück

Osnabrück. Der Druck auf die Nordwestbahn in der Region wächst. Fahrgäste des Haller Willem (RB 75) klagen über massenhafte Zugausfälle und ausufernde Verspätungen, Auftraggeber kürzen Entgelte. Doch die Schuld an der Misere trägt nicht das Osnabrücker Eisenbahnunternehmen allein.

Drei von der Nordwestbahn (NWB) betriebene Linien laufen in Osnabrück zusammen: die RE 18 nach Wilhelmshaven und die RB 58 nach Bremen, außerdem die RB 75 über Halle nach Bielefeld – besser bekannt als Haller Willem. Insbesondere auf dieser wichtigen Pendlerverbindung habe der Anbieter an Zuverlässigkeit stark eingebüßt, kritisiert die regionale Initiative Haller Willem (IHW). Die Züge seien sehr viel unpünktlicher geworden. Zurzeit würden sie oft gar nicht mehr fahren. (Weiterlesen: Bauarbeiten legen Haller Willem 2018 wochenlang lahm)

Personalnot im Führerstand

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) in Hannover bestätigt die Probleme. „Aktuell haben wir es insbesondere auf dem Haller Willem mit täglich mehreren Zugausfällen der Nordwestbahn zu tun“, stellt Sprecher Rainer Peters fest. Grund sei die anhaltende Grippewelle, mit der seit einigen Wochen auch andere Bahnunternehmen wie zum Beispiel Eurobahn, DB Regio oder Metronom zu kämpfen haben. In der zweiten Februarhälfte sei von solchen krankheitsbedingten Ausfällen gerade auch die Linie RB 58 betroffen gewesen.

All das geschieht in einem Marktumfeld, in dem Triebfahrzeugführer ohnehin Mangelware sind. Nach Angaben des Verkehrsverbunds Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) in Bielefeld seien Verleihfirmen für Personal vollkommen ausgebucht. Angeblich habe auch die Nordwestbahn „alle kurzfristigen Möglichkeiten versucht“, heißt es in dem Schreiben des VVOWL an die IHW, das unserer Redaktion vorliegt. Das Unternehmen bilde fortlaufend Triebfahrzeugführer aus. Allerdings gebe es nur wenige Bewerber.

„Wir sind bezüglich der momentanen Personalsituation, aber auch bezüglich der allgemeinen Qualitätslage in ständigem Kontakt mit der NWB“, betont der VVOWL. „Die Pünktlichkeit des Haller Willem ist weit unter dem Niveau, das wir uns vorstellen.“ (Weiterlesen: Kein Halbstundentakt fr トHaller Willemモ in Sicht)

Weniger Fahrten, weniger Geld

Fest steht: Je schlechter die Darbietung der Nordwestbahn, desto weniger Geld bekommt sie von ihren Auftraggebern. „Krankheitsbedingte Zugausfälle werden dazu führen, dass wir die Bestellerentgelte kürzen, weil die vertraglich geschuldeten Leistungen von der Nordwestbahn nicht erbracht werden“, erklärt LNVG-Sprecher Peters. Die LNVG agiere hier auch „als Treuhänder von Steuergeldern“. Über die Höhe der einbehaltenen Summen lasse sich zurzeit nichts Belastbares sagen.

Mangelhaftes Schienennetz

Hinzu kämen auf der RB 75 sogenannte „infrastrukturelle Engpässe“, welche die Linie verspätungsanfällig machen. Dazu gehörten etwa die Eingleisigkeit der Strecke, fehlende Kreuzungsstellen und störanfällige Bahnübergänge. Wie die IHW unter Berufung auf die Nordwestbahn mitteilt, habe der Haller Willem im Jahr 2017 den Fahrplan – bei zwei Minuten Toleranz –nur zu 85 Prozent einhalten können (2016: 91 Prozent). Ferner seien 70 Prozent der Zugausfälle auf Mängel am Schienennetz zurückzuführen, 30 Prozent auf Fahrzeuge und Personal.

„Langfristig wird nur eine Modernisierung dieser Anlagen plus Einrichtung von weiteren Kreuzungsstellen wesentliche Verbesserungen erbringen“, sagt LNVG-Sprecher Peters. Gespräche darüber führe der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als weiterer Aufgabenträger seit geraumer Zeit mit der DB Netz AG. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn ist für sämtliche Fahrwege verantwortlich. (Weiterlesen: NWB-Kundencenter schlie￟t ヨ Aus fr Busticket-Verkauf im Hauptbahnhof Osnabrck)

Zahlreiche Verbesserungen gefordert

Die IHW fordert von der Nordwestbahn, bei Personalengpässen auf keinen Fall die für Arbeitnehmer wichtigen Züge ausfallen zu lassen. Verbessert werden müsse der Schienenersatzverkehr, „damit bei Zugausfällen wie vorgeschrieben ein Bus einspringen kann“, sagt Sprecher Johannes Bartelt. Auch an der Fahrgastinformation im Internet und auf den Bahnsteigen hapere es.

Die Nordwestbahn schließt derweil nicht aus, dass es auch künftig zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen wird. Immerhin: „Für die Linien RE 18 und RB 58 liegen uns momentan keine wesentlichen Störungsmeldungen vor“, so Sprecher Steffen Högemann.

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07.03.2018
Bericht:
NOZ


Einschränkungen auf dem Haller Willem

Bad Iburg. Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz AG zwischen Bielefeld und Brackwede kommt es auf dem „Haller Willem“ in der Zeit vom 9. bis 26. März 2018 an den Wochenenden zu Einschränkungen.

Die Züge verkehren von freitags abends bis einschließlich montags morgens ganztägig nich. Für alle ausfallenden Fahrten auf dem Abschnitt Brackwede – Bielefeld Hbf nutzen Reisende nach Bielefeld Hbf die von der NordWestBahn eingesetzten Ersatzbusse ab der Haltestelle Quelle. In der Gegenrichtung starten die Busse in Bielefeld Hbf und fahren mit Zwischenhalt in „Quelle Albertstraße“ direkt bis Quelle, wo ein Umstieg in die Züge Richtung Osnabrück Hbf erfolgt.

Die Ersatzfahrpläne mit den genauen Fahrzeiten gibt es in den Zügen der NordWestBahn, den Reisezentren und -agenturen und auf der Website www.nordwestbahn.de/de/baustellen. Vom 31. März bis 15. April kommt es auf der RB 75 an den Wochenenden zu weiteren Beeinträchtigungen.

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07.03.2018
Bericht:
IHW


Gehäufte Zugausfälle beim Haller Willem - Gutes Image trotz Grippewelle bewahren

Osnabrück / Bielefeld  - Nach Hinweisen auf sich häufende Zugausfälle hat die Initiative Haller Willem (IHW) heute im sensiblen Berufsverkehr eine Testmitfahrt durchgeführt. „Der Zug um 5.35 Uhr ist pünktlich in Osnabrück gestartet, wurde von einer sehr freundlichen und hilfsbereiten Zugbegleiterin betreut und kam nach Kurz-Stopps wegen Signalstörungen in NRW mit nur 3 Minuten Verspätung in Bielefeld an“, berichtete IHW-Sprecher Johannes Bartelt. Auch auf der Rückfahrt Richtung Osnabrück seien an diesem Tag alle mitfahrenden Arbeitnehmer pünktlich zur Arbeit gekommen.

Foto: (v.l.n.r.) Frank Heuer und Hartmut Grunwald wollen den Haller Willem weiter nutzen.Das sei in den Wochen vorher nicht so gewesen, war der IHW von mehreren Fahrgästen mitgeteilt worden. So seien die in Dissen um 6.06 Uhr vorgesehenen Züge Richtung Bielefeld im Februar am 8., 13. und 15. ausgefallen, im März am 1. und 2., am 1. auch die um 8.06 und 9.06 Uhr, erfuhr die IHW von einer Mitarbeiterin der Firma Storck. Inzwischen frage man sich jeden Tag, ob man mit dem Haller Willem zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück komme, obwohl man eine vom Betrieb geförderte Monatskarte besitze.

Eine andere Storck-Mitarbeiterin berichtet aus der letzten Woche: Ursprünglich wollte ich den Zug um 7.35 Uhr ab Osnabrück Hbf nehmen, habe dann aber an der Anzeigetafel gesehen, dass der Zug komplett entfällt. Deshalb musste ich eine Std. am Hbf warten und hatte mir vorgenommen, den Zug um 8.35 Uhr zu nehmen (da auch kein Kollege mehr vor Ort war, der mich mit Auto hätte mitnehmen können). Der Zug ist dann auch gegen 8.40 Uhr abgefahren, allerdings nur bis Wellendorf, wo man dann die Option hatte, auszusteigen oder wieder zurück nach Osnabrück zu fahren. Da ich ja schon ewig in Osnabrück gewartet hatte, bin ich in Wellendorf ausgestiegen, habe mir ein Taxi bestellt und bin dann etwa 20min später damit nach Halle gefahren. Das Ganze hat insgesamt 46,80€ gekostet, um 10.00 Uhr war ich hier bei Storck. Alternativ hätte ich in Wellendorf auch fast eine Stunde auf den Bus warten können, dann wäre ich aber erst zu 11.15 Uhr in Halle gewesen.

Über ähnliche Vorfälle berichteten Mitarbeiter der Bielefelder Firma Gestamp, die aus Sutthausen, Oesede und Kloster Oesede den Haller Willem für den Weg zur Arbeit nutzen. Dabei ist auch die Rede von falschen Entscheidungen der Fahrdienstleitung, nachdem Fahrgäste auf dem Weg von Osnabrück nach Bielefeld in Steinhagen hätten aussteigen müssen.

Nachdem der Zug 5.46 Uhr Oesede jetzt häufiger ausgefallen sei, parke er sein Auto am Bahnhof, um notfalls damit zur Arbeit nach Bielefeld zu kommen, berichtete Frank Heuer. Gerry-Weber-Mitarbeiter Bernd Liedtke erklärte, bei Ausfällen von Oesede mit dem Bus nach Bad Laer gefahren zu sein, um mit dem Auto eines dort wohnenden Kollegen zur Arbeit zu kommen.

Die IHW hat sich gegenüber der Nordwestbahn dafür ausgesprochen, bei Personalengpässen auf keinen Fall die für Arbeitnehmer wichtigen Züge ausfallen zu lassen. Sie hat auch die Aufgabenträger VVOWL Bielefeld und LNVG Hannover eingeschaltet. Besser organisiert wissen will sie den Schienenersatzverkehr, damit bei Zugausfällen wie vorgeschrieben ein Bus einspringen kann. zu verbessern sei zudem die Fahrgastinformation über Internet sowie Schriftband und Lautsprecher auf den Bahnsteigen.

In der Vergangenheit seien alle gut mit dem Haller Willem zufrieden gewesen, wobei Pünktlichkeit, Sauberkeit und Freundlichkeit der Zugbegleitung hervorgehoben worden seien, berichtet Bartelt. Auch in Zeiten der Grippewelle sei der Betrieb so gut wie möglich zu organisieren, damit der Haller Willem das gute Image bewahren könne.

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28.02.2018
Bericht:
IHW


Haller Willem: Frühere Zügen an Sonntagen und mehr späte Zügen an Werktagen gefordert

Osnabrück – Frühere Züge an Sonntagvormittagen und Ausweitung der Vertaktung an Werktagsabenden erhofft sich die Initiative Haller Willem (IHW) auf der Bahnstrecke Osnabrück-Halle-Bielefeld.  Über diese und weitere Anliegen sprachen die IHW-Mitglieder mit Vertretern der Nordwestbahn (NWB).

Wenn der erste Zug aus Richtung Bielefeld sonntags schon um 9.16 Uhr in Osnabrück ankomme, ermögliche das die verbesserte Nutzung von Freizeitangeboten wie den Dümmer-Bus. Eine Verbesserung würde es auch sein, zusätzliche Züge an Abenden einzusetzen, die dann alle wie tagsüber gewohnt zur Minute 35 von Hauptbahnhof Osnabrück über Halle Richtung Bielefeld starten könnten. Damit könne dann die derzeitige Standzeit des letzten Zuges aus Bielefeld von 10 Minuten in Halle eingespart werden.

Vom 16. Juni 2018 bis 14. Oktober 2019 müssen die Haller-Willerm-Fahrgäste laut NWB Einschränkungen im Bereich Bielefeld durchstehen. Infolge von Brückenbauarbeiten würden in dieser Zeit die Züge zwischen Bielefeld-Hauptbahnhof und Brackwede ausfallen. Zwischen Quelle und Bielefeld-Hauptbahnhof würden Busse als Schienenersatzverkehr (SEV) eingesetzt. Der Umstieg zwischen Zug und Bus sei in Quelle ebenerdig und auf kurzen Wegen möglich und insofern komfortabler als ein Umstieg in Brackwede. Darüber hinaus würden 2019 Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Brackwede beginnen, so dass dort Beeinträchtigungen bei einem Umstieg Bahn-Bus nicht auszuschließen seien.

„Für den SEV werden zusätzliche Busse angeschafft und Maßnahmen zur Reisendenlenkung erarbeitet, damit unsere Kunden immer den richtigen Bus zu finden“, erklärte NWB-Vertreter Pierre Heilborn. Neben dem Haller Willem seien in Bielefeld noch weitere Linien von Einschränkungen betroffen.

In diesem Frühjahr fänden im Bereich Osnabrück ebenfalls Brückenbauarbeiten statt. Im April und Mai komme es mehrfach zu Fahrtzeitanpassungen und teilweise auch zu Zugausfällen mit SEV, dies jedoch nur an einzelnen Wochenenden und in Tagesrandlage.

Unter dem Motto „Haltet durch“ seien die Zugbegleiter, die tagsüber in 31,5% der Züge und ab 19 Uhr in fast allen Zügen anzutreffen seien, mit kleinen Aufmerksamkeiten für die Fahrgäste ausgestattet, um sich für Geduld und Verständnis zu bedanken.

Die Pünktlichkeit sei bei zwei Minuten Toleranz im letzten Jahr von 91 auf 85% gesunken. Wenn sich Ausfälle nicht vermeiden ließen, sei schwerpunktmäßig der „Kurzläufer“ zwischen Halle und Bielefeld betroffen gewesen. Ursache seien dabei zu 70% Stellwerks- Weichen- und Bahnübergangsstörungen, zu 30% Fahrzeug und Personal. Die NWB arbeite gemeinsam mit der DB Netz intensiv an einer Verbesserung der Werte. Sie sei sehr an zusätzlichen Fahrzeugführern interessiert, wofür es im Juni wieder einen eigenen Lehrgang gebe.

Verbesserungswürdig ist nach IHW-Auskunft die Verspätungs-Kommunikation mit den Anschlussbussen vor allem in Halle und Dissen. „Wir bieten die Echtzeiten digital an, die Busse können sie nutzen“, erklärte Heilborn. Sache der Aufgabenträger sei es, dass alle Busfahrer diese Möglichkeit nutzen, um sich über eventuelle Verspätungen eines Zuges zu informieren.

Ein Ärgernis ist für die NWB die Beseitigung von Graffiti, für die auf allen Strecken jährlich ein hoher fünfstelliger Betrag aufgewendet werde.

Ende April werde die NWB ihren Standort vom Osnabrücker Stadtwerke-Gebäude an die Franz-Lenz-Straße im Hasepark wechseln und dort dann konzentriert mit 130 Beschäftigten vertreten sein.

Ganz grob berechnet sei bereits der Fahrplan mit Halt am Osnabrücker Rosenplatz, womit die IHW in 3-4 Jahren rechnet. Ihr Ziel bleibt außerdem die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück.

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16.02.2018
Bericht:
IHW


Unterstützung vom neuen Bahnhofsmanager für Os-Bahn-Projekte

Foto: Bereits neu gestaltet ist der Aufenthaltsraum im Osnabrücker Hauptbahnhof.Osnabrück – Unterstützung für die Realisierung der Os-Bahn-Projekte sagte der neue Osnabrücker Bahnhofs-Manager, Heiko Siemers, Vertretern der Initiative Haller Willem zu. „Der Bereich Station und Service der Deutschen Bahn ist darauf ausgerichtet, Initiativen für den Ausbau der Bahn-Infrastruktur aufzugreifen, um die Schiene für Menschen und Güter noch attraktiver zu machen“, betonte der für die Region Bremen-Osnabrück zuständige Eisenbahner.

Für den Bahnhalt Rosenplatz solle die Planung bis Ende 2020 abgeschlossen werden, berichtete Siemers. Für den Bau seien etwa 18 Monate zu erwarten, so dass die Inbetriebnahme im Jahr 2022 erfolgen könne. Konstruktiv begleitet würden auch die Planungen für die Reaktivierung der Bahnhalte in Alfhausen und Vehrte, wo durchaus der Regionalexpress Bremerhaven-Osnabrück halten könne. Mit der Schließung von drei Bahnübergängen in Rieste bis 2022 werde die Bahnstrecke Osnabrück-Delmenhorst sicherer und beschleunigt.

Mit neuen Fliesen und frischem Anstrich werde der Tunnel im Hauptbahnhof demnächst ein neues Aussehen erhalten, erfuhren die IHW-Vertreter. Die Fahrkarten-Automaten würden aus der Mitte des Eingangs an die beiden Seiten umgesetzt. Bereits verschönert sei der Aufenthaltsraum und mit USB-Anschlüssen versehen. Vorgesehen seien Erneuerungen der Portal-Beleuchtung sowie der Wartehäuschen auf den Bahnsteigen. Geplant werde noch die eine räumliche Änderung für die Schalter mit Ergänzung um einen Drogerie-Markt. In die bisherige Spielothek werde die Bundespolizei einziehen.

Offen sei die Deutsche Bahn für die Herstellung eines Ostausgangs, erklärte Siemers. Nach IHW-Auffassung bietet die Belebung des Haseparks mit vielen Arbeitsplätzen und Hotel genügend Anlass für eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof. Hier komme es darauf an, dass die Stadt Osnabrück die Initiative ergreife, betonte Siemers. Gleiches gelte für die Instandsetzung der Humboldtbrücke mit möglichen Zugängen für die Bahnsteige 11-14.

Aufgrund rechtlich anspruchsvoller Planungen komme es bei der Herstellung der Barrierefreiheit der Bahnhöfe im Landkreis zu Verzögerungen. Nach Verschwenkung in Hasbergen mit langer Brücke über die Oberleitung sei mit Fertigstellung 2022 zu rechnen, in Bohmte im Mai 2022 und in Natrup Hagen bereits Ende 2020.

„Für Anregungen wie das Aufstellen zusätzlicher Sitzbänke sind wir immer zu haben“, betonte Siemers abschließend. Die IHW-Vertreter zeigten sich erfreut angesichts der Aufgeschlossenheit des neuen Osnabrücker Bahnmanagers und verabredeten konstruktive Zusammenarbeit bei der weiteren Umsetzung der Os-Bahn-Projekte.

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14.02.2018
Bericht:
NW


Osning-Bahn streicht alle Ausflugsfahrten

Bielefeld. Der Geschäftsbetrieb des Vereins Osning-Bahn ruht derzeit. Dies ist das Ergebnis eines ersten Treffens zwischen dem Bielefelder Rechtsanwalt Steffen Rudel-Heimann und den beiden Vorstandsmitgliedern des Vereins, Hans-Jörg Korn und Peter Gunst. Wie bereits berichtet, hat der in Halle ansässige Verein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

"Fahrten werden liquiditätsbedingt aktuell sowie in naher Zukunft nicht angeboten", bestätigt Rudel-Heimann. Er müsse nun zunächst die Gründe für die Insolvenzbeantragung aufarbeiten und die vorhandenen Vermögenswerte erfassen. "Das wird sicherlich vier Wochen dauern. Erst dann kann das Gericht ein Verfahren eröffnen."

Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es, so Rudel-Heimann, Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von rund 95 000 Euro. Es werde noch geprüft, inwieweit bereits Rückzahlungen erfolgten. Etwa die Hälfte der Summe ist von einem mittlerweile ehemaligen Vorstandsmitglied bereitgestellt worden.

"Derzeit gibt es keine offenen Rechnungen für Reparaturen", sagt Rudel-Heimann. Allerdings stünden wohl noch Reparaturen an, so dass "weitere Verbindlichkeiten aus Reparaturdienstleistungen aktuell nicht ausgeschlossen werden können".

Derzeit könne man nicht sagen, ob der Geschäftsbetrieb mittelfristig wieder aufgenommen werden kann. Die bekanntgewordenen Zahlen sind jedoch kein positives Signal.

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12.02.2018
Bericht:
WB


Der Osning-Bahn droht die Pleite

Der schwere Unfall von Pfingsten 2016 war vielleicht der Anfang vom Dilemma: Der Steuerwagen, der in Blankenhagen mit dem Auto kollidierte, ist bis heute nicht repariert. Auch der Motorwagen (hinten) ist zur Zeit nicht einsatzbereit. Foto: Wolfgang WotkeHalle-Künsebeck - Im achten Jahr seines Bestehens droht dem Verein Osning-Bahn mit Sitz in Künsebeck das Aus. Beim Amtsgericht Bielefeld ist in der vergangenen Woche ein Insolvenzverfahren beantragt worden. Der Verein hatte mit ehrenamtlichen Helfern Ausflugsfahrten mit den eigenen historischen Triebwagen angeboten.

Vorsitzender des Vereins ist der Künsebecker Hans-Jörg Korn, ein eingefleischter Eisenbahner, der viele Jahre als Fahrdienstleister im Stellwerk in Halle Dienst getan hat. Er war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, hat das Insolvenzverfahren aber selbst beantragt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Steffen Rudel-Heimann von der Kanzlei NMS aus Bielefeld bestellt worden.

Einer der Gläubiger des Vereins ist Korns ehemaliger Vorstandskollege (Schriftführer) und Fahrten-Organisator Stephan Schröder, der gegenüber dem WESTFALEN-BLATT von Streit zwischen den Vorstandsmitgliedern und auch Vereinsmitgliedern berichtet. »Das Betriebsklima war nicht mehr das beste«, verrät er im Gespräch. Ursache waren demnach wohl zum einen die Finanzen, unter anderem aber auch ein Reparatur-Stau beim Steuer- und beim Motorwagen.

Steuerwagen bei Unfall in Gütersloh beschädigt

Der Steuerwagen ist bereits Pfingsten 2016 bei einem Unfall in Gütersloh-Blankenhagen schwer beschädigt worden und hätte für 30.000 Euro repariert werden sollen. Er steht aber angeblich immer noch in der Werkstatt in Neustrelitz, die 30.000 Euro aber sind futsch. Die Versicherung des Unfallverursachers, eines 24-jährigen Autofahrers, hatte wohl schon überwiesen. Zu dem Zeitpunkt waren aber auch Darlehen von zwei Geldgebern in Höhe von 70.000 Euro fällig geworden.

Einer ist Stephan Schröder selbst, der inzwischen sowohl aus dem Vorstand als auch aus dem Verein ausgetreten ist. »Man hätte sicher über eine Verlängerung der Darlehen reden können«, erzählt Stephan Schröder, freiberuflicher Nahverkehrs-Experte und Lokführer bei der Eurobahn. »Nach den Streitigkeiten habe ich zu dem Zeitpunkt aber keine Zukunft mehr für den Verein gesehen.«

Triebwagen stammen von Mittelbadischen Eisenbahnen

Nach dem Steuerwagen ist dann auch noch der Motorwagen ausgefallen, weil er nicht durch die TÜV-Prüfung gekommen ist. Im Dezember waren die Fahrten zu diversen Weihnachtsmärkten deshalb abgesagt worden. »Sicher werden wir auch im Jahr 2018 attraktive Fahrten anbieten. Wir werden Anfang 2018 an dieser Stelle weitere Informationen bereitstellen«, ist auf der Internetseite osningbahn.de zu lesen.

Im August 2011 hatte der Verein den historischen Triebzug von den Mittelbadischen Eisenbahnen gekauft, die ihn zuvor auf der stillgelegten Krebsbachtalbahn eingesetzt hatte. Es handelt sich um einen Motorwagen von MAN, gebaut als Schlepptriebwagen im Jahr 1965 mit zwei jeweils 190 PS starken Motoren, einen Steuerwagen von MAN ohne eigenen Antrieb und als jüngste Neuerwerbung einen Beiwagen (Anhänger). Insgesamt hatte der Verein für seine Ausflugsfahrten damit 164 Plätze zur Verfügung. Motorwagen und Beiwagen sollen zurzeit in Bonn auf dem Gelände der Rhein-Sieg-Bahn stehen.

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25.01.2018
Bericht:
HK


Neue Pläne rund um den Hauptbahnhof

Bielefeld - Der Bielefelder Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz. Das Jugendstil-Gebäude wurde Anfang der 2010er-Jahre für über 20 Millionen Euro saniert. Doch die Umgebung ist kein Schmuckstück, sorgt immer wieder für Kritik und Debatten. Jetzt verfolgen Bahn und Investoren neue Pläne. Dazu zählen ein Hotel, ein Ersatz für die alte Expresshalle und eine Aufwertung des Bahnsteigs Gleis 8.

Ladenzeile

Die heutige Ladenzeile entlang der oberen Bahnhofstraße mit neun kleineren Einheiten ist eher notdürftig hergerichtet. Die Bahn betreibt hier zudem ihren Müllhof und Büros. Mitte 2017 hat sie die Immobilie an die private Entwicklerfirma GBI AG verkauft, die dort ein neues Hotel der Kette Intercity plant. Mit einer Fertigstellung wird 2022/23 gerechnet. Den Geschäften ist noch nicht gekündigt. Aktuell sind sie belegt.

Doch die niedrige Häuserzeile an so zentraler Stelle stand häufig in der Kritik. Die Bahn suchte über Jahrzehnte vergeblich nach lukrativeren Lösungen für das wertvolle Gelände. Vor 20 Jahren war von einer dreigeschossigen neuen Ladenzeile mit viel Glas die Rede, Gleis 1 sollte überbaut werden. Später gab es abgespeckte Sanierungsvarianten. Politiker und Medien sprachen von einer „Schmuddel-Ecke". 2004 kündigte die Bahn den Verkauf an. Doch erst jetzt ist er nach einem neuen Anlauf vollzogen.

Hotelpläne

Die Stadt hat für einen Hotelbau eine Bauvoranfrage positiv beschieden, bestätigte Bauamtsleiter Dieter Ellermann. Das 150 Meter lange Grundstück könnte nach Vorgaben der Umgebung bebaut werden. GBI plane vier Geschosse, das oberste als Staffelgeschoss, teilte ein Sprecher mit. Derzeit seien 193 Zimmer geplant, vielleicht würden es etwas mehr, und 7.800 Quadratmeter Bruttofläche. Die Deutsche Hospitality will als Pächterin ein neues Intercity-Hotel betreiben. Zusätzliche Geschäfte seien nicht vorgesehen. Der Bauantrag werde jetzt vorbereitet, nach der Genehmigung sei mit 1,5 bis zwei Jahren Bauzeit zu rechnen.

Die Bahn muss, wenn die Übergabe 2019 erfolgt, ihre Büros verlagern, so Bahnhofsmanager Martin Nowosad, voraussichtlich zum neuen Stellwerk nach Lage. Für den Müllhof bliebe wohl nur Platz rechts vom Bahnhofsgebäude.

Da steht aber noch die alte Expressguthalle, in der heute die Radstation mit 300 Stellplätzen arbeitet. Die Räume erfüllen nicht mehr den Stand der Technik und seien zu klein, stellte die Stadtverwaltung schon Anfang 2017 in einer Vorlage fest und schlug vor, ein neues Konzept oder sogar eine neue Station anzustreben. Das halten auch die Verkehrsbetriebe MoBiel, die die Halle angemietet haben und über den Etienne-Fahrradladen betreiben lassen, für sinnvoll, bestätigte Sprecherin Lisa Schöniger. Die Stadt hofft auf Geld aus dem Klimaschutzfördertopf „Emissionsfreie Innenstadt".

Radstation

Die Bahn denkt über den Abriss der Halle, die erst nach dem Krieg gebaut wurde, nach, bestätigte Nowosad: „Städtebaulich kann man sich was Schöneres und eine Aufwertung des Gebietes vorstellen." Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Offen sei, ob Platz für eine neue Radstation bleibe.

Das Fahrradparkhaus galt bei Eröffnung 1992 bundesweit als vorbildlich. 2003 übernahm MoBiel es und renovierte und erweiterte. Verbunden ist es mit Radladen, Service, Kurier und Verleih. Stadt und MoBiel drängen auf eine Fortführung direkt am Hauptbahnhof, um kurze Wege zu Bahn und Stadtbahn zu behalten. Im Februar ist jetzt ein Gespräch der Beteiligten angesetzt, um Bedarf und Möglichkeiten zu klären.

Halle und Bahnsteig

In der Bahnhofshalle ist einiges renoviert. Jetzt solle der Durchgang zum Neuen Bahnhofsviertel neu gestrichen und ein neuer Infoschalter eingebaut werden, kündigte Nowosad an. Die neue Fahrgast-Infoanlage, bei der es anfangs Störungen gab, laufe stabiler.

Sehr beengt ist es bisher am Gleis 8, dem hintersten Bahnsteig zur Joseph-Massolle-Straße hin. Hier will die Bahn 100.000 Euro in die „Verschönerung" stecken. So werde das Schutzhäuschen vergrößert, der Zaun zum vorbeiführenden Gehweg entfernt und damit der Zugang zum Bahnsteig offener. Viele Bahnkunden nutzen diese Seite, weil dort weniger Trubel ist als vorn.

Ersatzbus-Haltestelle

Wichtig wird dieser Umbau, der bis Sommer fertig sein soll, auch, weil an der Joseph-Massolle-Straße Auto-Stellplätze in neun Bushaltestreifen umgewandelt werden sollen. Denn in Kürze beginnt die Bahn mit der Erneuerung der drei Brücken Von-der-Recke-, Schildescher und Schillerstraße. Das schränkt den Regionalverkehr erheblich ein. Die Ersatzbusse sollen an der Rückseite des Hauptbahnhofs halten. Nowosad: „Wir hoffen, dass die Kunden das akzeptieren."

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18.01.2018
Bericht:
IHW


Auf kurzem Weg zur Bahn! Verbände plädieren für Bahnsteigzugänge von der neuen Humboldtbrücke

 Osnabrück - Die Osnabrücker Verkehrsverbände VCD, PRO BAHN und Initiative Haller Willem rufen Verwaltung und Politik dazu auf, sich gegenüber der Deutschen Bahn (DB) frühzeitig dafür einzusetzen, dass der Neubau der Humboldtbrücke Treppenzugänge zu den Bahnsteigen des unteren Hauptbahnhofs erhält. Die Organisationsstruktur der Deutschen Bahn verlange es, bereits weit vor Baubeginn und immer wieder mit Nachdruck für dieses Anliegen zu werben.

Für die Verbände gehört die schnelle Erreichbarkeit aller Gleise des Hauptbahnhofs zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs, die Osnabrück sich allein schon aus Klimaschutzgründen auf die Fahnen geschrieben habe. „Bahnkunden wollen schnell zum Zug – ohne unnötige Umwege“ – so die übereinstimmende Auffassung. Die Gleise 11 bis 14 im unteren Bahnhof sind derzeit nur über die Zugänge von den Gleisen 1 bis 5 im oberen Bahnhof aus zu erreichen. Für Fahrgäste, die aus Richtung Berliner Platz und Innenstadt kämen, aber auch für solche, die den Hauptbahnhof aus Richtung Schinkel, Gartlage und Buersche Straße erreichten, bedeute das Zeitverluste. Auch für Nutzer der Radstation würde der Weg zu vielen Zügen kürzer mit einem Aufgang zur Humboldtbrücke, der abschließbar sein solle .

 Über den unteren Bahnhof werde eine Vielzahl von Zugverbindungen abgewickelt: nach Melle, Minden, Hannover, Braunschweig und Berlin sowie Bielefeld, nach Amsterdam, Bramsche, Quakenbrück, Oldenburg oder Vechta, nach Ibbenbüren, Rheine, Bad Bentheim oder ins Emsland sowie möglicherweise künftig auch über die Tecklenburger Nordbahn nach Westerkappeln, Mettingen und Recke.

 Die Verbände schlagen einen Stufenplan vor. Sollten die Bahnsteigzugänge nicht sofort mit der neuen Brücke gebaut werden können, müsse die Brückenkonstruktion auf jeden Fall so geplant werden, dass Treppen später ohne großen Aufwand nachgerüstet werden könnten. Da es sich um eine Stahlbrücke handeln werde, sei eine solche vorausschauende Konstruktion ohne erheblichen Aufwand möglich. Desgleichen müsse dafür Sorge getragen werden, dass zu einem späteren Zeitpunkt mit vertretbarem baulichen Aufwand Fahrstühle nachgerüstet werden könnten. Für den Anfang werde es – auch aus Kostengründen – als ausreichend erachtet, wenn mit der neuen Brücke zunächst je ein Treppenabgang zu den Gleisen 11/12 und 13/14 angeboten werde. Alle vier Gleise seien bereits jetzt für mobilitätseingeschränkte Personen sowie jene mit schwerem Gepäck über Rolltreppen und Fahrstühle von Gleis 1 zu erreichen.

Mittelfristig gelte der Anspruch „Auf kurzem Weg zur Bahn!“ auch für die Bahnstation am Hasetor. Auch hier würde ein weiterer Zugang vom und zum Nonnenpfad die Erreichbarkeit für den Bereich Gartlage, Gertrudenberg, Kabelmetal verbessern. Die Bahnstation Osnabrück Altstadt verfüge seit der Kaiserzeit über diesen zweiten Zugang, der allerdings nur in den Jahren 1967 und 1968 geöffnet gewesen und mit dem Neubau der Nonnenpfad-Brücke abgerissen worden sei.

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15.01.2018
Bericht:
IHW


Bahnhofspaten sprachen mit Eisenbahnbetriebsleiter

Osnabrück – Von fehlender Beleuchtung der Bahnhofs-Uhr und dessen ungenauem Sekundenzeiger bis zu Mängeln bei der Lautsprecher-Durchsage von Verspätungen reichten im vergangenen Jahr die Hinweise der Paten der Bahnhöfe zwischen Sutthausen und Dissen. Eingeladen waren sie jetzt zum Austausch mit Jürgen Werner von der VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück), die für den nördlichen Abschnitt der Haller-Willem-Strecke verantwortlich ist. Zu den Anregungen sagte der Eisenbahnbetriebsleiter Prüfung und gegebenenfalls Abhilfe zu.

Foto: Jürgen Werner (2. V.r.) empfing die Bahnhofspaten (v.l.n.r.) Jan Hömmen, Werner Mrohs und Hartmut Grunwald.Im vergangenen Jahr seien während einer achttägigen Streckensperrung parallel zu Arbeiten der für den südlichen Abschnitt zwischen Dissen und Bielefeld verantwortlichen Deutschen Bahn Instandsetzungen vorgenommen worden wie das Auswechseln von Weichenantrieben, berichtete Werner. „Der an der Borgloher Straße in Wellendorf hat sich kurz vor dem Auswechseln endgültig verabschiedet“, so der VLO-Mitarbeiter.

Im Aufsichtsrat der VLO gebe es sehr viel Unterstützung für den Haller Willem als Leuchtturmprojekt. So seien ca. 60.000 Euro für ein langlebiges Bahnübergangs-Befestigungsystem mit Kunstharzverguß in Sutthausen bewilligt worden. „Gelder für teure Grundreinigungen der Bahnsteige ließen sich allerdings vermeiden, wenn Kaugummis nicht auf den Boden gespuckt würden“, so Werner.

Keine Chance gebe es für die Schonung des Strauchwerks entlang der Strecke, um Bienen Nahrung zu bieten. Die Sicherheit des Bahnbetriebs habe oberste Priorität. Dafür müsse der Regellichtraum regelmäßig freigeschnitten werden, vor allem in den Waldbereichen in Hankenberge, Sutthausen-Friedhof und Hörne. Allerdings sei die VLO mittlerweile dazu übergegangen, die Naturschutzabteilung des Landkreises zu beteiligen, wenn größere Bäume gefällt werden müssten, die wegen mangelnder Standfestigkeit zur Gefährdung für den Bahnbetrieb würden.

Die Überdachung der Fahrkartenautomaten schlug Jan Hömmen vor. „Bei strömenden Regen habe ich nach falschem Tastendruck schon eine Fahrkarte nach Bielefeld bekommen“, berichtete der Kloster Oeseder Schüler der Sutthauser Marienschule. Jürgen Werner sagte zu, dieses mit der Bitte um Abhilfe an die dafür zuständige Nordwestbahn weiterzugeben.

Verbessern werde sich in diesem Jahr die Kenntnis der Fahrgäste auf dem Bahnsteig über die Pünktlichkeit der Züge, erläuterte Werner. Angebracht werde mit der DFI (Dynamische Fahrgast-Information) eine digitale Anzeige der Echtzeiten. Für Sehbehinderte solle es per Knopfdruck eine akustische Auskunft geben. Geplant sei eine gemeinsame Anzeige auch an den Bushaltestellen in Bahnhofsnähe.

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11.01.2018
Bericht:
WB


Behelfs-Bahnsteige, neue Haltestellen und Umleitungen

Bielefeld - Im Juni beginnt die Erneuerung der Eisenbahnbrücken Von-der-Recke-Straße, Schildescher und Schillerstraße. Um den Bahn- und Ersatzverkehr zu gewährleisten, sind weitere bauliche Anpassungen erforderlich. So muss im Bielefelder Hauptbahnhof der Bahnsteig am Gleis 108 in Höhe der Joseph-Massolle-Straße (neues Bahnhofsviertel) von 169 auf 405 Meter verlängert werden, damit dort während des zweiten Bauabschnitts von März bis Oktober 2019 auch längere Personenzüge halten können. Aktuell wird an dem Gleis Regionalverkehr abgefertigt.

Damit der Bahnhof Brake weiter angefahren werden kann, muss auch dort eine Behelfsbahnsteig gebaut werden. Er wird eine Länge von 180 Metern haben, soll 2,50 Meter breit sein und einen Zugang von der Waagestraße aus erhalten. Bereits bekannt war, dass für den notwendigen Busersatzverkehr hinter dem Hauptbahnhof an der Joseph-Massolle-Straße zusätzliche Haltestellen eingerichtet werden müssen. Hierzu hat die Bauverwaltung jetzt ebenfalls weitere Details vorgelegt.

Platz für neun Busse

Platz soll dort für mindestens neun Busse geschaffen werden. Um das zu gewährleisten, müssen die dort vorhandenen Pkw-Parkplätze wegfallen. Diesem Vorhaben fallen auch sechs dort gepflanzte Bäume und die Aufpflasterungen zum Opfer. Die Fläche wird provisorisch asphaltiert, nach Abschluss der Brückenbauarbeiten aber wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt. Auch neue Bäume werden dann gepflanzt.

Die Autofahrer müssen sich ab Sommer auf weiträumige Umleitungsstrecken einstellen. Im Fall Schildescher Straße wird der Verkehr über die Brüggemannstraße, Beckhausstraße und Herforder Straße, sowie Feilenstraße, Am Güterbahnhof, Joseph-Massolle-Straße und Nowgorodstraße umgeleitet. Großräumig geht’s über den OWD. Bei der Schillerstraße erfolgt die Umleitung über die Stadtheider Straße. Größere Lkw müssen auf die Beckhausstraße ausweichen. Kompliziert wird’s bei der Von-der-Recke-Straße. Die empfohlene Umleitung verläuft über das Johannistal, Kirchdornberger Straße/Twellbachtal und Dornberger Straße zurück zum Johannistal.

Für den Zeitraum der Sperrung der Voltmannstraße (bis Herbst 2018) in Richtung Jöllenbecker Straße wird der Verkehr über die Schloßhof- und Melanchthonstraße zur Jöllenbecker Straße geführt. Einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Sperrungen und Umleitungen bieten die vorbereitenden Arbeiten für die Brückenneubauten. Bereits ab Februar müssen an den einzelnen Standorten Leitungsarbeiten durchgeführt, das Baufeld eingerichtet werden. Von kurzzeitigen Sperrungen werden sowohl der Auto- wie auch der Bahnverkehr betroffen sein.

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06.01.2018
Bericht:
WB


Massive Behinderungen im OWL-Bahnverkehr

Bielefeld - Bahnfahrer müssen sich in Ostwestfalen-Lippe auf massive Behinderungen einstellen. Grund sind Brückensanierungen in Bielefeld und im Kreis Lippe.

»Das sind Baumaßnahmen, die wir so noch nicht erlebt haben«, betonte Stefan Honerkamp vom Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) zuletzt in der Verbandsversammlung. »Die Kapazität sinkt auf 50 Prozent, betroffen ist auch der Güterverkehr«, erläuterte der Geschäftsführer des VVOWL, Ludger Siemer, im Dezember mit Blick auf die anstehenden Großbaustellen zur Brückensanierung. Der Verbund ist zuständig für die Stadt Bielefeld und die Kreise Gütersloh, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke mit 50 Kommunen, 57 Bahnhöfen, 17 Nahverkehrslinien und einer Schienenstreckenlänge von 356 Kilometern. Gut 65.000 Menschen nutzen täglich die Züge in der Region.

Ausfälle und Schienenersatzverkehr werden die Geduld der Fahrgäste von Juni an auf eine Probe stellen. Einen Vorgeschmack gab es Ende Dezember. Vom 27. bis 29. Dezember war Bielefeld wegen Brückenbauarbeiten zwischen Löhne und Minden vom ICE-Fernverkehr abgeschnitten. Die Bahn leitete die Schnellzüge über Altenbeken und Paderborn um. Jetzt werden sich die Behinderungen über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Im Raum Bielefeld werden zuerst die Strecken für Güterzüge gesperrt, dann die für Personenzüge. Dann sind nur noch zwei der vier Gleise frei. Wenn der erste Bauabschnitt beginnt, gilt ein neuer Fahrplan. Flyer in den Zügen, Aushänge und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen Nordwestbahn und Eurobahn vor Ort auf den Bahnsteigen sollen die Fahrgäste über Änderungen informieren. 

»Ziel ist es, die Maßnahmen zu bündeln, soweit das vertretbar ist«, sagte die Verkehrsplanerin des VVOWL, Anja Stocksieker, dem WESTFALEN-BLATT. So wolle man immer wieder neue Beeinträchtigungen für Bahnfahrer verhindern.

Diese Baustellen sind geplant:

1 Herford - Brackwede: Erneuerung von drei Brücken (Schillerstraße, Schildescher Straße, Von-der-Recke-Straße) in zwei Bauabschnitten

Bauphase I: Sperrung Gütergleise 15. Juni 2018 - 15. März 2019; Bauphase II: Sperrung Personengleise: 16. März 2019 - 14. Oktober 2019

2 Bega: Brückenarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

3 Sylbach: Bahnsteigarbeiten: 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

4 Lage-Wissentrup: Brückenarbeiten Einzelübergang Kreuzungsbauwerk, Werre, Lage-Wissentrup 5. April 2019 - 14. Oktober 2019

5 Lage-Hardissen: Brückenarbeiten: 19. - 23. Mai 2018, 16. - 26. Juli 2018, 15. - 22. Oktober 2018

6 Schmedissen: Brückenarbeiten 2023

 

 

 

 

Das sind die Folgen und die Pläne:

RB 74 (Sennebahn) und RB 75 (Haller Willem)

Die Züge enden in Bielefeld-Brackwede. Dort sollen während der Vorlesungszeit eigens Busse für Studenten bereitgestellt werden, die sie zur Universität bringen. Für die übrigen Bahnfahrer fahren von den barrierefreien Bahnhöfen in Sennestadt und Quelle Ersatzbusse ohne weiteren Halt zur Rückseite des Bielefelder Hauptbahnhofs (Boulevard, neben Gleis 8). Ausnahme: Der Bus ab Quelle hält an der Albertstraße in Quelle-Kupferheide. Züge nach Minden, Gütersloh oder Herford sind nicht betroffen. Das gilt auch für ICEs, die weiterhin bis zum Bielefelder Hauptbahnhof durchkommen sollen.

RB 73 (Der Lipperländer), RE 82 (Der Leineweber) und RB 61 (Wiehengebirgsbahn)

Züge aus dem Lipperland müssen die noch offenen Gleise kreuzen, sie sich sozusagen teilen.Der RE 82 von Bielefeld über Lage und Detmold bis Altenbeken kann zwischen Bielefeld und Lage nicht fahren. Direkt in Detmold soll ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. Der Bus hält in Oerlinghausen am Markt, nicht aber am Bahnhof, weil dort in direkter Nähe zwei große Kreisverkehre gebaut werden und diese Baustelle umgangen werden soll.

Morgens und nachmittags sollen zusätzlich Busse zwischen Lage und Bielefeld verkehren, die dann auch den Bahnhof in Oerlinghausen ansteuern. Wichtig: Die Ersatzbusse für Reisende aus dem Kreis Lippe fahren nur bis Bielefeld-Sieker. Dort sollen sie dann in die Stadtbahnen umsteigen. Wegen der Engpässe auf den Gleisen wird die RB 73 von Lemgo nach Bielefeld von Juni an zehn Minuten später als sonst fahren.

Wer keine Lust auf Ersatzbusse hat, besitzt folgende Option: Er kann von Detmold über Lage nach Herford fahren und dort in die Linie RB 61 von Hengelo zum Bielefelder Hauptbahnhof umsteigen. Wie der Verkehr im zweiten Bauabschnitt ab März 2019 geregelt wird, ist noch offen. Die Verhandlungen des VVOWL und dessen Dachverband NWL mit der DB Netz laufen.

Baumaßnahmen rund um Lage

Hier werden die Abschnitte von Lage bis Bad Salzuflen und von Lage bis Ehlenbruch ab dem 5. April 2019 gesperrt. Busse sollen die Lücke schließen, außerdem sollen die Kapazitäten auf den Linien RB 72 (Ostwestfalen-Bahn) und RB 73 möglichst erhöht werden.

Bauarbeiten im Kreis Höxter:

Unabhängig von den Großbaustellen im Raum Bielefeld und Lage gibt es zwischen dem 13. Januar und 26. März am Wochenende in den späten Abend- und frühen Nachtstunden Einschränkungen für Reisende, die von Paderborn in Richtung Höxter, Warburg, Steinheim und Holzminden fahren wollen. Wegen nächtlicher Signalarbeiten fallen Züge aus.

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